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Analytik Jena halten


31.05.2002
LB Baden-Württemberg

Dr. Alexander Burger/ Dr. Hanns Frohnmeyer, Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewerten die Analytik Jena-Aktie (WKN 521350) mit "halten".

Analytik Jena entwickele, produziere und vertreibe Geräte für chemische und biologische Analysen. Neben eigenen Geräten, mit denen das Unternehmen am Markt gut platziert sei, biete Analytik Jena auch Laborkomplettlösungen (auch unter Einbeziehung von Fremdfabrikaten) an. Mittlerweile arbeiteten 369 Personen bei dem Jenaer Unternehmen.

In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres habe Analytik Jena gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Umsatzplus von 124,5% auf 38,6 Mio. Euro verbuchen können, was im Wesentlichen auf Großaufträge aus dem Projektgeschäft der AJZ Engineering zurückzuführen sei. Das EBIT sei im gleichen Zeitraum um 1,1% auf 1,1 Mio. Euro gestiegen, das Periodenergebnis um 18,6% auf 0,6 Mio. Euro gefallen.


Analytik Jena habe in den letzten Monaten mehrere Großaufträge in Russland vermelden können und nun einen Auftragsbestand von über 100 Mio. Euro aufzuweisen. Der größte Teil dieser Aufträge komme allerdings nicht mehr im laufenden Geschäftsjahr zum Tragen. Die Großaufträge für komplette Laborausstattungen hätten deutlich geringere Margen als die eigenen Produkte und belasteten somit die Gesamtmarge.

Analytik Jena habe sich durch Akquisitionen in neue Produktbereiche eingekauft. Das stärke zwar mittelfristig die Position des Unternehmens, kurzfristig seien Belastungen durch Produktneueinführungen, den Vertriebsaufbau und eine Anpassung der Verwaltungsstrukturen nicht zu vermeiden. Das Management bekräftige derzeit sein Umsatzziel von etwas über 60 Mio. Euro für das Gesamtjahr, was bei dem zu erwartenden traditionell schwachen dritten Quartal auch realistisch erscheine.

Allerdings sehe man bei dieser Umsatzentwicklung und der aktuellen Kostenstruktur die Ergebnissituation des Unternehmens kurzfristig deutlich kritischer. Man passen die Prognosen entsprechend an.

Analytik Jena sei ein innovativer und profitabler Gerätehersteller, der zur Zeit deutlich in F&E und in den Vertriebsaufbau investiere. Das belaste die Ergebnismargen deutlich. Mittelfristig sollten sich diese Investitionen durch die Eroberung von Marktanteilen sowie höhere Bruttomargen durch Serienfertigung der Geräte bezahlt machen. Das Unternehmen scheine auf Basis der neuen Prognosen unterbewertet. Das dritte Geschäftsquartal sei jedoch traditionell das schwächste des Unternehmens, so dass man kurzfristig aufgrund der zu erwartenden Unternehmenszahlen keine größeren Kursbewegungen erwarte.

Die Analysten der LBBW stufen die Aktie der Analytik Jena von "reduzieren" auf "halten" hoch.




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